Reiseverlauf

Zweitagesfahrt ausgewählte Schätze in Franken

1. Tag, Samstag, 15. Juni 2019

Münsterschwarzach: Die Benediktinerabtei St. Felicitas wurde 816 gegründet und 819 an die Stelle eines älteren Frauenklosters hierher verlegt. Im 18. Jh. Neubau des Klosters in barockem Stil. Kirchenneubau durch Balthasar Neumann, 1821 nach Auflösung des Klosters abgebrochen. Vom Kloster wenige Teile erhalten. U.a. die Klostermühle von B. Neumann. Die neue Abteikirche (1935 – 1938) von Albert Boßlet ist ein hervorragendes Beispiel für die auch den katholischen Kirchenbau erfassende Monumentalisierungstendenz der Architektur der 1930er Jahre. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Kloster ab Sommer 1945 als Benediktinerkloster wiedereröffnet. Unter anderem wirkte Anselm Grün hier. Die Abtei unterhält Werkstätten und Betriebe, bildet Lehrlinge in verschiedenen Handwerken aus, besitzt eine eigene Schule und eigene Feuerwehr. Durch ihr Energieprojekt ist die Abtei seit 2009 CO2-neutral.

Volkach: Eine zwei Tore Stadt mit mainparalleler Hauptstraße, Marktplatz mit Renaissance-Rathaus (1544), spätgotische, katholische Pfarrkirche St. Georg und Bartholomäus (15. Jh.) mit guter Ausstattung: Renaissance-Taufstein, barocke Kanzel und Altäre. Wallfahrtskirche St. Maria im Weingarten, gotisch (2. Hälfte 15. Jh.). Gnadenbild Pietà um 1380-1400. Rosenkranzmadonna von Tilman Riemenschneider, spätgotisch (1521-24).

Übernachtung: Mercure Hotel, Schweinfurt

 

2. Tag, Sonntag, 16. Juni 2019

Ebrach: Die ehemalige Zisterzienserabtei ist eine der ältesten Zisterzienserklöster Deutschlands, 1127 als Tochterkloster von Morimond gegründet und Mutterkloster mehrerer Filiationen.
Frühgotische Abteikirche, 1285 geweiht. Vom rom. Vorgängerbau ist die Michaels Kapelle erhalten (1200-1207). Das Innere wurde 1778-1791 durchgreifend umgestaltet. Bemerkenswert der flach
schließende Chor mit Stufung von Kapellenkranz, Chorumgang und Hochchor. Reiche Ausstattung: U.a. großer Renaissance – Altar von Veit Dümpel aus Nürnberg und architektonisch inszenierte,
plastische Darstellung des Pfingstwunders von Giovanni Battista Brenno (1696/97). Wundervolle Fensterrosette (Weiterbildung der Querhausrose von Notre Dame Paris). Die Klosterbauten wurden
in einer 2. Bauphase (17./18. Jh.) durch Johann Leonhard Dientzenhofer völlig erneuert und zu einer schlossartigen Barockanlage umgestaltet.

Mittagspause

Pommersfelden: Das Barockschloss Weißenstein (1711-1718) errichtet für Lothar Franz von Schönborn, Kurfürst von Mainz und Fürstbischof von Bamberg. Der Hauptanteil der Planung geht auf Johann Dientzenhofer zurück. Der Corps de Logis ist künstlerisch einer der bedeutendsten Schlossbauten Deutschlands: Berühmtes Treppenhaus mit doppelläufiger Treppe und offenen Galerien in den beiden Obergeschossen, großes Deckengemälde mit den vier Erdteilen, Festsaal mit Säulen- und Pilaster-Gliederung, hohe Sockel aus rotem Stuckmarmor. Darunter der Sala Terrena im Stil eines barocken „Grottensaals“.

Heimfahrt